28.09.2017 / Allgemein / /

Zum Gedenken an Edi Diebold

Eduard Diebold ist nach kurzer Krankheit in seinem 100. Lebensjahr am 21. September 2017 im Alterszentrum Bruggwiesen in Effretikon verstorben. Er war nicht nur Ehren-, sondern auch Gründungsmitglied der CVP Illnau-Effretikon. Bis vor kurzem war er aktiv dabei. Er war ein «goldiger» Mensch, immer fröhlich und zufrieden.

Edi Diebold

Er war in Tagelswangen aufgewachsen und Maler von Beruf. Nach seiner Aktivdienstzeit war die Arbeit rar. So hat er sich als Praktikant bei Spezialisten für Holz- und Marmorimitationen weitergebildet. Dann hat er sich selbstständig gemacht, und dank seinem Talent im Kunstmalen war er bekannt für Spezialarbeiten. Seine Geschichten dazu waren sehr interessant. Er erzählte, wie er an «Herrschaftsvillen» in Winterthur Holzsäulen zu Marmor umwandelte. Und das Beste, sagte er, war, dass er als praktizierender Katholik damals am Zwinglihaus in Zürich Renovationsarbeiten machen durfte. «Ja, die Architekten wollten mich einfach», sagte er und konnte dazu jeweils herzhaft lachen.

Wer in den letzten Jahren in der Nähe des Alterszentrum am Morgen um 7 Uhr jemanden singen und jodeln hörte: Das war Edi auf seinem Balkon im «Bruggwiesen». Wer ihn kannte wird sagen: «Edi war ein Original unserer Stadt.» Er hat auch bis vor kurzem im Seniorenchor der Lebensphase 3 Effretikon mitgesungen. Dieser Chor hat den Abschiedsgottesdienst von Eduard Diebold in der Kirche St. Martin mit Liederbeiträgen umrahmt.

Klaus Gersbach, Präsident CVP Illnau-Effretikon