16.10.2018 / Allgemein / /

CVP einstimmig für Richtplan des Stadtrates

An ihrer ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom Montag, 15.10.2018 hat sich die CVP Illnau-Effretikon einstimmig für den Richtplan des Stadtrates ausgesprochen. Die Vorlage des Grossen Gemeinderates erhielt keinerlei Zuspruch. Damit folgt die CVP Illnau-Effretikon der Abstimmungsempfehlung des überparteilichen Komitees «Richtplan Stadtrat JA».   

Die Abstimmung vom 25. November 2018 ist wegweisend für die zukünftige Entwicklung von Illnau-Effretikon. Abgestimmt wird über den kommunalen Richtplan, welcher die Entwicklung der Wohn-, Natur-, Landwirtschafts- und Erholungsräume für die nächsten 15-20 Jahre festlegen soll. Erarbeitet wurde der Richtplan während anderthalb Jahren durch den Stadtrat und die Ortsplanungskommission. Beteiligt waren Vertreter aller Parteien von SVP bis SP und auch die Bevölkerung wurde aktiv in den Gestaltungsprozess miteinbezogen.

Der überzeugende Richtplan des Stadtrates wurde durch eine knappe Mehrheit des Grossen Gemeinderates (GGR) im vergangenen Juni zerzaust. Gegen den konzeptlosen Vorschlag des GGR haben Vertreter verschiedener Parteien, darunter auch der CVP, das Behördenreferendum ergriffen.

Positive Impulse in allen Gebieten

Die CVP Illnau-Effretikon hat sich an ihrer Mitgliederversammlung vom 15. Oktober einstimmig für den Richtplan des Stadtrates ausgesprochen. Kritik fand die Vorlage des GGR dafür, dass Geschäfte des täglichen Bedarfs neu auch ausserhalb der Zentren entstehen sollen. Mit der Eröffnung von Grossmärkten an den Stadträndern ginge ein Ladensterben in den Zentren und eine massive Verkehrszunahme in der gesamten Gemeinde einher. Junge und ältere Menschen, welche auf nahe Einkaufsmöglichkeiten angewiesen sind, hätten das Nachsehen.

Weiter gibt der Richtplan des GGR sämtliche klassischen Einfamilienhausquartiere zur Aufzonung frei. Klotzige Bauten würden direkt neben bestehenden Einfamilienhäusern entstehen. Der Richtplan des Stadtrates will die klassischen Quartiere bewahren und sieht für jedes einzelne Gebiet eine Entwicklungsstrategie vor, welche die richtigen Impulse setzt. Mit dem Richtplan des GGR wäre dies nicht mehr möglich, da eine aufeinander abgestimmte Zonierung im Vorhinein verunmöglicht würde.

Stärkung der Zentren statt zusätzlichen Verkehr

Abschliessender Kritikpunkt war die Forderung des GGR nach Durchgangsstrassen quer durch die Gemeinde. Die Folgen wären mehr Verkehr und unattraktive Zentren. Hingegen will der Stadtrat durch siedlungsorientierte Strassen Räume schaffen, die auf verschiedene Verkehrsteilnehmer ausgerichtet sind und dabei die Zentren, wie etwa den Dorfplatz Illnau, als Treffpunkte für die Bevölkerung gestalten.

Aus diesen und weiteren Gründen fiel der einstimmige Entscheid der Mitgliedern der CVP Illnau-Effretikon, sich gegen den Richtplan des GGR zu stellen und den Richtplan des Stadtrates zu befürworten. Für den Fall, dass am 25. November beide Vorlagen vom Stimmvolk angenommen würden, stimmte die Mitgliederversammlung bei der Stichfrage ebenfalls für den Richtplan des Stadtrates.

Parole

  • Revision des kommunalen Richtplanes gemäss dem Beschluss des Grossen Gemeinderates (Vorlage A): Nein
  • Revision des kommunalen Richtplanes gemäss dem Beschluss des Stadtrates (Vorlage B): Ja
  • Welche der beiden Vorlagen soll in Kraft treten, falls sowohl die Vorlage A des Grossen Gemeinderates als auch die Vorlage B des Stadtrates angenommen werden? (Vorlage C): Vorlage B